Domaine Ostertag

Logo der Domaine Ostertag, Epfig, Elsass

André OstertagAndré Ostertag, Domaine Ostertag, Epfig in Epfig ist ein Ausnahmewinzer im Elsass, der zu „den Besten“ gehört: Grösste Sorgfalt und handwerkliche Meisterschaft in Weinberg und Keller gepaart mit einem ganzheitlichen Verständnis der Zusammenhänge in der Natur und Achtung vor der Natur.
Zu Meisterschaft und Erfolg gehören auch immer klare Konzepte und Grundsätze. André Ostertag beitreibt biologischen Anbau nach den Prinzipien der Biodynamie. Die Arbeit im Weinberg erfolgt von Hand. Burgunderrebsorten (die Burgundersorten: Pinot Noir, Pinot Gris und Pinot Blanc) werden im Holz ausgebaut.

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André Ostertag unterscheidet bei seinen Weinen drei Linien: Die „Vins de Fruit“, „Vins de Pierre“ und „Vins de Temps“ unterscheiden sich danach, ob eher der Rebsorte („fruit“), dem Terroir („pierre“) oder den Phasen der Entstehung, Reifung und Entwicklung („temps“) besonderer Ausdruck verliehen werden soll.
Und egal, aus welcher der drei Linien ein Wein stammt: Die Weine, die André Ostertag auf seiner Domäne „macht“, gehören für mich zu den besten und schönsten Beweisen, daß sich die Persönlichkeit und Qualität von Weinen eben nicht mit einem Punktesystem messen lässt.

Die „Vins de Fruit“

Bei den „Vins de Fruit“ steht der Rebsortencharakter im Vordergrund. Die Trauben für diese Weine werden relativ früh gelesen und der Ausbau der Weine erfolgt mit einer Dauer von 6 bis 9 Monaten vergleichsweise kurz. Diese Weine sollten (relativ) jung getrunken werden.
Die trocken ausgebauten „Vins de Fruit“ bei Lenau: „PINOT BLANC Barriques“, „PINOT GRIS Barriques“,  „Les Vieilles Vignes de SYLVANER“ und „RIESLING Vignoble d’E“.
Dass auch bei einem „vin de fruit“ wie dem Riesling Vignoble d’E die Mineralität eine grosse Rolle spielt, verdeutlicht der spontane Kommentar einer Verkostungsteilnehmerin: „Der riecht nach Meer!“.
Die Tatsache, dass André Ostertag auch die weissen Burgundersorten im Holz ausbaut, sorgte gerade zu Beginn seiner Arbeit zu Kontroversen mit Kollegen und dem Wein-Establishment und bissigen oder gar feindlichen Kommentaren. Dabei zeigt schon der „vin de fruit“ Pinot Blanc Barriques, wie schön die Frucht des weissen Burgunders vom Holz gestützt und mit Eleganz eingefasst wird. Da ist nichts muffiges, verstaubtes oder marmeladiges.
Mit Ausnahme des GEWURZTRAMINER Vignobles d’E  – einem Traum aus Rosen und kandierten Orangenschalen – sind alle „Vins de Fruit“ der Domaine Ostertag trocken ausgebaut.

Die „Vins de Pierre“

Etikett FRONHOLZ Riesling 2009, Domaine OstertagEtikett A360P Pinot Gris Gran Cru 2009, Domaine Ostertag
Die Lese des Traubenguts für die „Vins de Pierre“ erfolgt später und der Ausbau fällt mit 11 bis 18 Monaten länger aus als bei den „vins de fruit“.
Im Vordergrund steht das Bemühen, den Charakter des Bodens, des Untergrunds und der Lage in den „vins de pierre“ herauszuarbeiten. Daher tragen sie die Lagenbezeichnung zu Beginn des Namens, gefolgt von Jahrgang und Rebsorte.
Man kann die Weine jung trinken. Man kann sie aber auch 10 bis 20 Jahre aufheben und sie dabei – sofern die Geduld ausreicht – in den verschiedenen Reifestadien genießen.
Die „Vins de Pierre“ sind allesamt trocken ausgebaut.
Bei Lenau gibt s: „FRONHOLZ  Riesling“ und „A360P MUENCHBERG  Grand Cru Pinot Gris“ sowie „FRONHOLZ Pinot Noir“.

Die „Vins de Temps“

Etikett FRONHOLZ Vendanges Tardives de Gewurztraminer, Domaine Ostertag, Epfig

Der Name des dritten Weintyps der Domaine Ostertag, der „Vins de Temps“ greift die Doppelbedeutung desfranzösischen Wortes „Temps“ auf: Zeit und Wetter. Im Fokus steht der Ausdruck, den ein Wein durch den späten Zeitpunkt der Lese (sehr reife, überreife oder edelfaule Trauben) und die dafür notwendigen Wetterbedingungen erhält. Die Spätlesen und Beerenauslesen werden bis zu 12 Monate ausgebaut. Sie werden in klare Flaschen mit einem minimalistischen Etikett abgefüllt, um damit die schöne Farbe dieser Weine besser zur Geltung zu bringen. Die Weine sind nicht trocken ausgebaut und beeindrucken trotz ihrer Süße und Substanz mit Leichtfüßigkeit und tänzerischer Eleganz. Wer es aushält, kann die Weine 20, 30 oder gar 50 Jahre aufheben.

„Vin de Temps“ bei Lenau:  Fronholz Vendanges Tardives de Gewurztraminer